Hauptbereich

Aktuelle Informationen

Bioabfall auf Rekordstand Bilanz 2017

Nachricht vom: 12.02.2019 - 08:43 Uhr

Landkreis Kassel seit Jahren Spitzenreiter

Die kürzlich vom Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vorgestellte Abfallmengenbilanz des Landes Hessen für 2017 verzeichnet für den Landkreis Kassel mit 231 kg je Einwohner und Jahr das höchste Pro-Kopf-Aufkommen an getrennt erfassten Bioabfällen (hessischer Durchschnitt 139 kg) in Hessen.

„Der Landkreis Kassel ist dank seiner engagierten Bürger, einer seit Jahrzehnten gebührenfreien Biotonne pro Grundstück und preisgünstiger Biobeutel Vorreiter in Hessen“, kommentiert Betriebsleiter Uwe Pietsch dieses Ergebnis, „mit unseren hohen Recyclingquoten sparen wir Rohstoffe und Energie und tragen so zum Klimaschutz bei.“ 26 Jahre ist es her, dass im Landkreis Kassel die ersten Biotonnen eingeführt wurden, bundesweit ist die getrennte Bioabfallsammlung erst seit 2015 verpflichtend.

2017 wurden 54.584 t Bio- und Grünabfälle in den drei Biokompostierungs- und einer vorgeschalteten Vergärungsanlage in Fuldatal, Hofgeismar und Lohfelden verarbeitet. Mit 32.000 t Input jährlich gehört die Vergärungsanlage in Lohfelden zu den größten kommunal betriebenen Anlagen in Hessen. 10.241 t Kompost  in 2017 dienten Hobbygärtnern, Landwirten und Gartenbaubetrieben als Dünger und Bodenverbesserer. Mit den erzeugten 1,5 Mio. Normkubikmeter Biogas wurde ein Teil des Strom- und Wärmebedarfs der Gemeinde Lohfelden gedeckt.

„Eine Bananenschale liefert genug Strom um eine 5-Watt-LED-Lampe eine Stunde lang brennen zu lassen und zusätzlich nährstoffreichen Kompost“, erläutert Uwe Pietsch, Betriebsleiter des  Eigenbetriebes, „im Gegensatz zu Sonne und Wind steht Bioenergie ganzjährig zur Verfügung und hat damit bei der Umstellung auf erneuerbare Energien eine Schlüsselrolle.“

Millionen von Tonnen an verwertbaren Küchenabfällen landen jedoch bundesweit noch im Restabfall. Im Landkreis sind derzeit rund 25 Prozent Küchen- und Speiseabfälle im Restabfall, bundesweit sind es noch über 40 Prozent. Diese gigantische Verschwendung von Bioabfall muss gestoppt werden. „Nicht alle Bürger wissen, dass neben vertrockneten Blumen  und Bananenschalen auch gekochte Essensreste und altes Brot über die Biotonne gut verwertet werden können“ erläutert Uwe Pietsch.

Klimafreundliches Biogas und umweltfreundliche Komposte setzen aber voraus, dass die Bioabfälle nicht in Plastiktüten oder mit Plastik- und Glasverpackungen in die Biotonnen gegeben werden. „Plastik, Glas, Dosen und andere Fremdstoffe müssen von den Mitarbeitern in den Biokompostierungsanlagen mit aufwändiger Maschinentechnik wieder aussortiert werden, um die strengen gesetzlichen Anforderungen für gütegesicherten Kompost zu erreichen“, so Uwe Pietsch. „Nur erstklassiger Kompost lässt sich heutzutage vermarkten.“ 

Als Alternative zu Plastiktüten in den Sammelgefäßen werden über die Rathäuser der Städte und Gemeinden preisgünstig kompostierbare Biobeutel für 1,00 € pro Rolle a 25 Stück an. Diese bieten den gleichen Komfort wie herkömmliche Plastiktüten, aber auch Zeitungspapier kann zum Einwickeln der Biobeutel genutzt werden.

Aus Liebe zur Natur: Keine Plastiktüten in die Biotonne!

Die Abfallmengenbilanz des Landes Hessen 2017 steht unter www.umwelt.hessen.de zum Download bereit.

Was gehört in die Biotonne:

 

Fussbereich