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Qualitätsoffensive Bioabfall

Nachricht vom: 26.03.2019 - 07:32 Uhr

Zu viel Plastik und Glas in den Biotonnen.

Plastiktüten, Verpackungen und Glas in den Biotonnen stellen die Biokompostierungsanlagen zunehmend vor Probleme. Im Hinblick auf die Aussortierung von "Störstoffen" stößt die Technik an ihre Grenzen. Deshalb startet der Landkreis jetzt die Qualitätsoffensive Bioabfall. Ziel ist, die Nutzer von falsch befüllten Biotonnen auf eine bessere Abfalltrennung aufmerksam zu machen.
Zwar nutzen 90 % der Haushalte im Kreisgebiet eine Biotonne, was im bundesweiten Vergleich als vorbildlich gilt, „aber das allgemein nachlassende Interesse an richtiger Getrenntsammlung hat auch bei uns zu höheren Störstoffgehalten in den Bioabfällen geführt“, so Uwe Pietsch, Betriebsleiter der Abfallentsorgung Kreis Kassel. „Um die strengen gesetzlichen Anforderungen für das Endprodukt gütegesicherten Kompost zu erreichen, sind sauber getrennte Bioabfälle Voraussetzung! Zur Organisation und Durchführung dieser Qualitätsoffensive haben wir einen neuen Mitarbeiter, Herrn Antonios Vatev, eingestellt.“

Herr Vatev, was passiert, wenn einmalig jemand Störstoffe in der Biotonne entsorgt hat?
„Häufige Störstoffe sind Plastiktüten in denen sich Bioabfälle befinden. Meist wurden die Bioabfälle im Haushalt gut sortiert, aber dann fälschlicherweise in einer nicht kompostierbaren Plastiktüte in die Biotonne gegeben. Diesen Haushalten hinterlassen wir an Ihre Biotonne eine Information über die richtige Sortierung.“

Vermutlich wird es als unhygienisch empfunden, ausgerechnet für die Küchenabfälle keine normalen Plastiktüten zu verwenden.
„Wir bieten als Alternative zur Plastiktüte sehr preiswerte kompostierbare Biobeutel über die Rathäuser der Städte und Gemeinden an. Selbstverständlich können aber auch Zeitungspapier oder Papiertüten zur Sammlung der Bioabfälle genutzt werden.“

Was passiert, wenn Biotonnen sehr stark mit Störstoffen verunreinigt sind?
Bei großen Verunreinigungen wird die Biotonne nicht geleert. Das Abfuhrpersonal hinterlässt einen Informationsaufkleber. Die Störstoffe müssen entfernt werden, damit die Biotonne bei der nächsten Abfuhr geleert werden kann. Geschieht das nicht, muss die Biotonne kostenpflichtig als Restabfall entsorgt werden.

Werden alle Biotonnen begutachtet?
Ja, wir werden in allen 70.000 Biotonnen im Kreisgebiet regelmäßig nachschauen. Das Abfuhrpersonal wurde geschult. Ich selbst kontrolliere die Biotonnen in den eher städtischen Gebieten und freue mich, mich auf diese Art auch vorstellen zu können. So wissen die Bürgerinnen und Bürger, wer da bei Ihnen in die Biotonne schaut und können mich selbstverständlich gern auch vor Ort ansprechen!“

Was gehört in die Biotonne:
- Obst- und Gemüseabfälle
- Fleisch- und Fischabfälle, Käse- und Wurstreste
- Altes Brot, Kuchen, Gebäck
- Verdorbene Lebensmittel (ohne Verpackung)
- Essensreste, gekocht, gebraten und roh (nicht aus Gaststätten)
- Zeitungspapier mit eingewickelten Essensresten
- Zimmer- und Balkonpflanzen (ohne Topf)
- Gartenabfälle wie Rasen-, Stauden- und Heckenschnitt, Moos

Nicht in die Biotonne:
- Glas, Plastik
- Textilien, Bauholz
- Tierstreu,-kot, Windeln
- Restabfall

Weitere Informationen zur Biotonne
 

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