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Bioabfall – Ressource mit Zukunft

Nachricht vom: 05.11.2018 - 07:30 Uhr

Kostbare Ressource: Jedes Jahr fallen in Deutschland zehn Millionen Tonnen Bioabfälle an.

Knapp die Hälfte davon wird über die Biotonne erfasst.

Dabei ist Bioabfall eine kostbare Ressource und viel zu schade für die Restabfallbehälter. Würden alle Obst- und Gemüseabfälle, verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung und nicht mehr genießbare Essenreste separat in der Biotonne gesammelt, könnten diese komplett wieder verwertet werden. Trennen von Bioabfall schützt die Umwelt, das Klima, Mensch und Tier.

Energiequelle: Im Landkreis Kassel wird aus dem größten Teil der Bioabfälle zuerst bei einer Vergärung Strom und Wärme gewonnen und hierdurch fossile Energieträger ersetzt: Eine volle Biotonne kann eine Familie zwei Tage lang mit Strom versorgen. Danach werden die aus der Vergärung kommenden Bioabfälle kompostiert.

Seit Jahrtausenden nutzen Menschen Kompost als Bodenverbesserer. Kompost steigert den Humusgehalt im Boden, bindet klimaschädliches Kohlendioxid, ersetzt Torf und leistet auch hier einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Gegen Trockenheit und Dürre:
Vor dem Hintergrund der extremen und bis jetzt anhaltenden Trockenheit dieses Jahres gewinnt eine weitere Eigenschaft von Kompost sehr an Bedeutung.
Kompost speichert rund das Fünffache seines Eigengewichts an Wasser und dieses Wasser ist für die Pflanzen verfügbar. Das schafft kein anderer Dünger. Gärten und Felder, die mehrere Jahre mit Kompost gepflegt wurden, haben die extreme Trockenheit aufgrund der verbesserten Wasserhaltefähigkeit viel besser überstanden. Auch die teilweise mit der extremen Witterung einher gehenden Starkregen waren auf komposthaltigen Böden weniger verheerend, da die gebildete Krümelstruktur eine Abschwemmung des Bodens zum Teil verhindern konnte.

Bringt Leben in den Boden: Beim Kompost sind die Pflanzennährstoffe an feste Bestandteile gebunden. Sie werden daher nicht ausgewaschen und stehen den Pflanzen portionsweise zur Verfügung. Aufgrund der langsamen Abgabe von Nährstoffen an den Boden und die Pflanzen kommt es zu keiner Belastung des Grundwassers. Kompost füttert und vermehrt die wichtigen Bodenlebewesen.

Gute Qualität: Der Kompost muss aber von guter Qualität und insbesondere frei von Fremdstoffen sein. Der Qualitätskompost aus dem Landkreis Kassel ist frei von Unkrautsamen, Krankheitserregern und Schadstoffen. Er wird regelmäßig von einem unabhängigen Labor auf Qualität geprüft. Deswegen trägt er das Kompost Gütesiegel. Der Qualitätskompost ist auch das Ausgangssubstrat für die Herstellung von Garten-, Pflanz- und Blumenerden.


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(JW)



 

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