Hauptbereich

Biokompostierungsanlagen

Die Biokompostierungsanlagen in Fuldatal und Lohfelden haben wir zum 01.01.2007 von einem privaten Firmenkonsortium gekauft und die sieben Mitarbeiter als Bedienstete in unseren Eigenbetrieb übernommen. Die Biokompostierungsanlage auf der Kirschenplantage (Bild rechts) betreiben wir bereits seit 1993 selbst.

Vorteile
Durch die Übernahme der beiden Anlagen können wir nun die Bioabfallkompostierung im gesamten Kreis in Eigenregie organisieren. Hierdurch ergeben sich Kosteneinsparungen, die die getrennte Bioabfallsammlung- und Verwertung auch aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll machen.
Bislang standen bei der Bioabfallkompostierung für uns die ökologischen Gründe im Vordergrund. In den vergangenen Jahren haben wir durch unser komfortables Sammelsystem und unsere Gebührenstruktur konsequent auf die getrennte Einsammlung und Verwertung der organischen Abfälle gesetzt und sind mit rund 187 kg pro Einwohner und 45.000 Tonnen organischer Abfälle jährlich einer der zwei Spitzenreiter in ganz Hessen.
Dies ist auch insbesondere vor dem Hintergrund erfreulich, dass die Bioabfallkompostierung zurzeit deutschland- und europaweit einen deutlichen Bedeutungszuwachs erfährt und somit die langjährige Praxis im Landkreis Kassel sozusagen auch rückwirkend eine Bestätigung erfährt.
Der aus den Bio- und Grünabfällen gewonnene Kompost dient der Bodenverbesserung in Haus- und Kleingärten, in der Landwirtschaft und bei Rekultivierungsmaßnahmen. Da Kompost viele Nährstoffe enthält, ersetzt sein Einsatz Mineraldünger und schont damit Bodenschätze und fossile Energieträger. Neben vielen anderen Vorteilen schützt die Düngung mit Kompost auch das Grundwasser vor Nitratanreicherung und schützt die Böden vor Bodenerosion und Austrocknung, ein Aspekt, der vor dem Hintergrund der Erderwärmung deutlich an Aktualität gewinnt.

Anlagentechnik
Die Anlage in Hofgeismar verarbeitet die kompostierbaren Abfälle aus dem nördlichen Kreisgebiet nach dem Prinzip der offenen, überdachten und nicht belüfteten Mietenkompostierung und ist für dieses Verfahren eine Musteranlage der Bundesgütegemeinschaft Kompost.
Die Biokompostierungsanlage Lohfelden-Vollmarshausen ist Mitte 1996 in Betrieb gegangen und verarbeitet kompostierbare Abfälle aus dem südöstlichen und südwestlichen Kreisgebiet.
Die Anlage in Fuldatal–Rothwesten verarbeitet seit der Inbetriebnahme Ende 1996 Bioabfälle aus den Städten und Gemeinden des mittleren Kreisgebietes.
Die Biokompostierungsanlagen in Lohfelden und Fuldatal haben zur Verarbeitung der Bioabfälle das System „Herhof“ installiert. Kernstück dieser Anlagentechnik sind geschlossene Rotteboxen (aus denen weder Luft noch Flüssigkeiten entweichen können), in denen das organische Material für 10 bis 14 Tage einer Intensivrotte zugeführt wird. Während der Intensivrotte wird Sauerstoff und Wasser zugeführt und hierdurch die Rotte beschleunigt.
In allen drei Anlagen wird zertifizierter Qualitätskompost hergestellt.

Mehr Informationen zu Kompost und Erden

 

Fussbereich