Ansprechpartner
Andreas Krieter

Tel: 05671-9937-16
E.-Mail:
andreas.krieter@kreiskassel.de


Weitere Ansprechpartner
Projektträger Jülich
Forschungszentrum Jülich
Zimmerstraße 26-27
10969 Berlin
Ansprechpartnerin:
Christine Freund

Internet:
www.klimaschutz.de

www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen




Hauptbereich

Reduzierung von Treibhausgasemissionen

durch

-    Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung
-    Maßnahmen zur in situ Stabilisierung von Deponien
Ein Förderprojekt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.


Im Rahmen der Initiative „Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) werden investive Maßnahmen gefördert, die unmittelbar zu einer nachhaltigen Reduzierung von Treibhausgasemissionen führen.
Ein Teilbereich des Förderprogramms ist die Nutzung hocheffizienter Technologien bei der Sanierung von Innen- und Hallenbeleuchtung. Ein weiterer Teilbereich betrifft Investitionen in Klimaschutztechnologien zur aeroben in-situ-Stabilisierung von Deponien.

Mehr Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative:
http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/nki_broschuere_bf.pdf


Wir nehmen an 2 Projekten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen teil:


1.    Sanierung der Hallenbeleuchtung der Sickerwasserreinigungsanlage

Wir betreiben im Gewerbegebiet der Stadt Hofgeismar seit dem Jahr 1994 eine Deponiegasnutzungs- und Sickerwasserreinigungsanlage. Die Halle der Sickerwasserreinigungsanlage ist mit 20 Doppel-Leuchtstofflampen ausgestattet und die Lagerhalle hat eine Mischbeleuchtung aus 17 Leuchtstofflampen und 3 Hochdrucklampen. Die Deponiegasnutzung- und Sickerwasserreinigungsanlage wird noch mindestens 30 Jahre benötigt, da die zu der Anlage dazugehörige Deponie Kirschenplantage derzeit noch betrieben wird und auch nach Beendigung der Abfalleinlagerung noch mindestens 30 Jahre lang Sickerwasser behandelt werden muss. Es ist geplant, im Jahr 2013 die Hallenbeleuchtung in der Sickerwasserreinigungshalle und der Lagerhalle zu erneuern.

Gegenstand der Förderung ist der Einbau hocheffizienter LED-Beleuchtungs-, Steuer- und Regelungstechnik bei der Sanierung der Innen- und Hallenbeleuchtung mit einem CO2- Minderungspotenzial von mindestens 50%

Förderkennzeichen: FKZ 03KS8053
Gesamtinvestition: 27.286,26 Euro
Förderquote: 40%
Förderbetrag: 10.914,50 Euro

Jährliche Stromeinsparungen gesamt: 11.317 kWh/a
C02-Einsparungen gesamt über Lebensdauer: 134 Tonnen


2.    In-Situ-Stabilisierung der Deponie Kirschenplantage
Auf stillgelegten Deponien bzw. Deponieabschnitten, auf denen Hausmüll, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle und andere Abfälle mit hohem organischem Anteil abgelagert worden sind, geht die Deponiegasproduktion zurück. Nach Unterschreiten einer bestimmten Gasbildungsrate kann das entstehende Deponiegas nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden.

Die Deponie „Kirschenplantage“, verfügt über einen ca. 9 ha großen Altbereich sowie über einen ca. 6 ha großen Erweiterungsbereich, die beide mit Oberflächenabdichtungen versehen sind und bei denen die Deponiegasproduktion stark rückläufig ist.
Zur Verbesserung des Langzeitverhaltens der Deponie (Reduzierung der Schwachgasproduktion, der Sickerwasserbelastungen und der Restsetzungen) und zur Verkürzung der so genannten Nachsorgephase ist vorgesehen, die biologisch abbaubaren organischen Anteil durch eine In-Situ-Stabilisierung dieser Deponiebereiche zu beschleunigen.

Gegenstand der Förderung sind Verfahren der Saug- oder Druckbelüftung (aerobe In-Situ-Stabilisierung) sowie Kombinationen dieser Belüftungsverfahren mit einer gezielten, bedarfsabhängigen Infiltration von Wasser. Über den gesamten Bilanzzeitraum bis zum vollständigen Abklingen der Methanbildung der Deponie betrachtet, muss die Maßnahme ein CO2(eq)-Minderungspotenzial von mindestens 50 % gegenüber einem Szenario klassischer Deponiegaserfassung und -behandlung aufweisen. Dieses Minderungspotenzial muss durch eine Potenzialanalyse, belegt sein.
Förderfähig sind die anfallenden Ausgaben für Investitionen und Installationen geeigneter Technologien zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen von Deponien, in denen vor dem 01.06.2005 in erheblichem Umfang biologisch abbaubare Abfälle abgelagert wurden und deren Methanbildung soweit abgeklungen ist, dass eine energetische Nutzung des Deponiegases nicht mehr möglich ist.

Projekt 1 (In-Situ-Stabilisierung Erweiterungsbereich):
Förderkennzeichen: FKZ 03KS8042
Gesamtinvestition: 284.182 Euro
Förderquote: 50%
Förderbetrag: 142.091 Euro

Projekt 2  (Potentialstudie Altdeponie):
Förderkennzeichen: FKZ 03KS8037
Gesamtinvestition: 28.882 Euro
Förderquote: 50%
Förderbetrag: 14.441 Euro

Mehr Informationen zur In-Situ-Stabilisierung auf der Deponie Kirschenplantage (pdf.-Datei)

 

Fussbereich