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Projekte
Im Rahmen der Umweltaktivitäten des Landkreises Kassel wurden bisher zahlreiche Umweltprojekte für Schulen angeboten und durchgeführt.
Unsere Projekte im Überblick:
JEM - Umweltmanagement an Schulen
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Direkt zu „EURONATUR-Projekt Polen” in diesem Text springenUmweltfreundlicher Verkehr
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Direkt zu „Sauberhaftes Hessen” in diesem Text springenKorkensammlung
Direkt zu „Korkensammlung” in diesem Text springenKunst aus Abfall
Direkt zu „Kunst aus Abfall” in diesem Text springenJEM - Umweltmanagement an Schulen
2004 bis 2006, Landkreis Kassel mit Polen, Ungarn, Österreich und Italien
Umweltarbeit an Schulen läuft meist nur sporadisch in Form einzelner Projekte. Diese sind jedoch nach ein paar Jahren meist nicht mehr spürbar, da andere Projekte hinzugekommen sind oder die entsprechenden Lehrer gewechselt haben.
Um der ökologischen Arbeit in den Schulen mehr Gewicht zu verleihen und sie zu einem kontinuierlichen Standbein des Schulalltags zu machen, führt der Landkreis Kassel mit Unterstützung der EU das „JEM! – Joint Environmental Management” (JEM – Umweltmanagement an Schulen) an 5 großen Schulen durch.
„JEM – Umweltmanagement an Schulen” hat zum Ziel, das Umweltbewusstsein von jungen Menschen für eine nachhaltige Entwicklung in Schule und privatem Umfeld zu fördern.
Hierbei steht die Entwicklung einer neuen und attraktiven Vorstellung von Schule und Bildung durch die Fokussierung auf ein nachhaltiges Bildungsthema (Umweltschutz) im Vordergrund.
Schüler arbeiten dabei als Umweltexperten zusammen mit speziell ausgebildeten Lehrern Schritt für Schritt an einem schulinternen Umweltmanagementsystem.
Unter fachlicher Beratung des Bildungsträgers BUPNET (Bildung und Projekt Netzwerk GmbH), der Unternehmensberatung KLK-Consult und der Universität Göttingen wird in dieser Zeit ein Umweltmanagementsystem, das sich an EMAS (EU-Öko-Audit-Verordnung) orientiert, an diesen Schulen eingeführt.
Als europäische Partner nehmen berufliche Schulen in Polen, Ungarn, Österreich und Italien daran teil und reichern den Austausch über Umweltarbeit mit ihren Erfahrungen an.
Über regionale und transnationale Workshops werden sowohl entsprechende Konzepte erarbeitet, als auch deren Umsetzung praktiziert.
Durch „JEM – Umweltmanagement an Schulen” steht nun den Schulen ein multilinguales, internetbasiertes Fernberatungssystem für den Aufbau von Umweltmanagementsystemen zur Verfügung, das in dem Projekt entwickelt wurde und bereits erfolgreich in den teilnehmenden europäischen Einrichtungen eingesetzt wird.
Auf der umfangreichen multilingualen Website können Netzwerkschulen, die an „JEM – Umweltmanagement an Schulen” teilnehmen, auf der Grundlage des österreichischen Umweltzeichens den Stand ihres Umweltmanagements online selbst bewerten.
Der JEMAS-Award von „JEM – Umweltmanagement an Schulen” wurde 2006 im Rahmen eines 3-tägigen Umwelt-Events anlässlich der Abschlussveranstaltung in Wien an 30 Schüler (auch an Schüler aus Schweden, Litauen, Tschechien und Slowenien) vergeben.
Zur Website von „JEM – Umweltmanagement an Schulen” einfach den folgenden Link anklicken
www.jem-eu.org
Lokale Agenda 21
seit 1998, Landkreis Kassel
178 Staaten dieser Erde haben 1992 in Rio de Janeiro auf der 1. Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung das Ziel einer globalen Partnerschaft für eine nachhaltige Entwicklung anerkannt und in der AGENDA 21 (was zu tun ist im 21. Jahrhundert) formuliert. Darin sind alle Kommunen dieser Welt aufgefordert, zukunftsfähige Strategien für die zentralen Bereiche Soziales, Ökologie und Ökonomie zu entwickeln, die den nachfolgenden Generationen mindestens die gleichen Chancen einräumen, wie heute.
Der Landkreis Kassel, der diese Ziele schon länger verfolgt und praktiziert, wird deshalb vom hessischen Umweltministerium als beispielhafter Agenda 21-Kreis in ein entsprechendes Förderprojekt aufgenommen. In den folgenden Jahren entstehen aus diesem Projekt vielfältige Agenda 21-Aktivitäten:
- Region der regenerativen Energien
Solarkampagne im Landkreis Kassel – Förderkonzept,
Einbau von Solaranlagen und Holzhackschnitzelfeuerungsanlagen in öffentlichen Gebäuden des Landkreises Kassel,
Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden – Fortbildung für Hausmeister
- Agenda 21-Schultag
Eine zentrale Zielgruppe im weltweiten Agenda 21-Prozess sind vor allen Dingen junge Menschen: „Die Kinder und Jugendlichen werden die Zukunft leben, die wir um sie herum organisiert und in ihnen entfaltet haben. Besonders erforderlich ist die Beteiligung von Jugendlichen bei allen für sie und die Zukunftsgestaltung relevanten (kommunalen) Entscheidungsprozessen)” (Kapitel 25).
Deshalb hat der Landkreis Kassel im Rahmen seines Projektes Umweltfreundliche Schulen diese Einrichtungen im Jahr 2000 zu einem großen Agenda 21-Schultag in die hessische Staatsdomäne Frankenhausen eingeladen.
Die Schüler erhielten dort die Möglichkeit, in einer großen Halle ihre Zukunftsprojekte und Visionen darzustellen und mit anderen Schulen und Gruppen in Austausch zu treten.
Der Agenda 21-Schultag wurde mit über 1.000 Teilnehmern zu einem großen Erfolg mit vielen Ständen, Aktionen, Vertretern von Politik und Bildung und einem Fachforum.
Zur Website von „Agenda-Service – Portal für Nachhaltigkeit” einfach den folgenden Link anklicken
www.agenda-service.de
- Weitere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche
Zukunftschancen nutzen: Kinder und Jugendliche beteiligen – Fachtagung,
„Schulträger 21” – Auszeichnung für das nachhaltige Schulkonzept des Landkreises Kassel durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung
- Regionale Produktion – Regionaler Konsum
„Gut leben – statt viel haben” – 21 Haushalte testen zukunftsfähige Lebensstile
- Regional – Optimal!
Obst und Gemüse aus allen Erdteilen ermöglichen bei uns deren Einkauf zu fast jeder Jahreszeit. Die weiten Transporte, der künstliche Anbau und die aufwändige Verpackung führen jedoch zu einer erheblichen Belastung für Umwelt und Natur. Dabei gedeihen diese Früchte mit hervorragender Qualität zum großen Teil auch in unserer Region.
Bei Aktionsveranstaltungen vor großen Einkaufsmärkten im Landkreis Kassel wurde auf die unterschiedlichen Transportkilometer der Produkte hingewiesen und auf die schädlichen Auswirkungen in den Produktionsländern. Auf einem Stand wurden die reichhaltigen regionalen Produkte hervorgehoben und ein entspr. Saisonkalender mit einer Liste der Direktvermarkter für Obst und Gemüse den Interessierten mit an die Hand gegeben, dazu die 4 goldenen Regeln des nachhaltigen Konsums: regional, saisonal, biologisch und fair gehandelt.
- Ecomuseum – Ecoarchiv
Erzeugung von Holzbiomasse auf ehemaligen landwirtschaftlichen Flächen – Exkursion,
Praktizierte Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft – Exkursion in den Reinhardswald
- Global Denken – Lokal Handeln; Broschüren, Vorträge, Moderation und Fortbildungen
Kinder und Jugendliche im Agenda 21-Prozess; Vortrag mit Arbeitsgruppen
Umsetzungsschwierigkeiten der Agenda 21 in Kommunen; Vortrag mit AGs
- Lokale Agenda 21 für die Verwaltung des Landkreises Kassel
Installation eines Agenda 21-Teams in der Kreisverwaltung des Landkreises Kassel unter Leitung des Landrats
- Lokales Agenda 21-Regionalleitbild
Workshop auf der Jugendburg Sensenstein
Ausstellung „Lokale Agenda 21” in drei Standorten der Kreisverwaltung des Landkreises Kassel
- Agenda 21-Beratung für die 29 Städte und Gemeinden des Landkreises Kassel
Von Rio in den Landkreis Kassel; Auftaktveranstaltungen und Prozessbegleitungen in verschiedenen Städten und Gemeinden des Landkreises Kassel
- Weitere Agenda 21-Aktivitäten
Internationales Jahr des Wassers 2003 – vielfältige Aktionen und Wasserkarte des Landkreises Kassel,
Tsunami-Projekt – Solarcontainer für Sri Lanka mit der Fa. SMA und der Berufsschule Hofgeismar,
Fair gehandelter Kaffee; Nutzung durch Eigenbetriebe Abfallentsorgung und Jugendburg Sensenstein
EURONATUR-Projekt Polen
in Bialystok (Polen), 2005
Die deutsche Umweltstiftung EURONATUR führt im Rahmen der Lokalen Agenda 21 ein Naturschutz-Projekt im ostpolnischen Narew-Tal durch.
Das Projekt befasst sich mit der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Gebiete und umfasst auch den Bereich Abfallwirtschaft. Ein Schwerpunkt der abfallwirtschaftlichen Aktivitäten bezieht sich auch auf die umweltfreundliche Gestaltung von Schulen in dieser Region.
In diesem Zusammenhang wurde das Projekt „Umweltfreundliche Schulen im Landkreis Kassel” mit seinen bisherigen Aktivitäten und seiner Kompetenz von EURONATUR zu einem dortigen Schul-Besuch in dieser Region eingeladen. Mit der Umwelt-AG der Gesamtschule Niestetal fand im Mai 2005 eine entsprechende Exkursion zur Gesamtschule Sokoli in Ostpolen statt. Die deutschen und polnischen Schüler tauschten sich vor Ort über Umweltarbeit, ihre Schulen und die jeweilige Heimat aus. Beide Seiten lernten interessiert voneinander und erlebten eine anregende und freundliche Atmosphäre.
Zur Website von EURONATUR einfach den folgenden Link anklicken
www.euronatur.org
Umweltfreundlicher Verkehr
seit 1991, Kreis Kassel
Bei vielen ökologischen Schulprojekten und im Rahmen der aktuellen Klimaschutzdebatte taucht automatisch auch das Thema Verkehr auf. Verschiedene Projekte der Schulen und der Kreisverwaltung stellen sich diesem Thema und zeigen darin zukunftsfähige Alternativen auf.
- In die Stadt ohne Auto
Dieser Aktionstag der Europäischen Union - jährlich zum 22. September - regt an, das Auto stehen zu lassen und Berufs- und Freizeitverkehr mal umweltfreundlich mit ÖPNV, Rad oder gar zu Fuß zu erleben. Unter der Organisation des Klimabündnisses beteiligen sich viele Länder und große Städte an diesem Projekt. Seit dem Jahr 2000 regt der Landkreis Kassel seine Schulen an, an diesem Tag (oder Woche) auf das „Mama-Taxi“ zu verzichten, zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule zu kommen und sich mit entsprechenden Aktionen an dem Aufruf zu beteiligen.
Zur Website des Klimabündnisses einfach den folgenden Link anklicken
www.klimabuendnis.org
- Fahrradwerkstätten (Landkreis Kassel)
Gebrauchte, aber oft noch funktionsfähige Fahrräder landen immer wieder auf dem Entsorgungszentrum Kirschenplantage in Hofgeismar. Sie sind meist zu schade zum Entsorgen. Einige Schulen des Landkreises Kassel verfügen über Fahrradprojekte und entsprechende Werkstätten. In diesen Werkstätten bekommen die Schüler Fahrradtechnik vermittelt und bekommen nebenbei Einblick in praktisches Recycling und in den Wert von gebrauchten Dingen. Interessierte Bürger können ihre gebrauchsfähigen Fahrräder dort abgeben.
Weitere Informationen
Einfach klicken (PDF-Datei)
- Mit dem Rad zur Arbeit (seit 2001, Deutschland)
Die Förderung der Gesundheit und der umweltfreundlichen Mobilität haben dieses Projekt von ADFC und AOK vor Jahren ins Leben gerufen. Unzählig viele Betriebe nehmen in Deutschland mit wachsendem Erfolg daran Teil, allein in Hessen gibt es über 7000 Teilnehmer. Die Verwaltung des Landkreises Kassel hatte sich im Jahr 2006 erstmalig an dem Projekt beteiligt. 43 MitarbeiterInnen haben in den Projektmonaten Juni, Juli und August über 13.000 km erradelt und dabei ca. 3 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Kreisverwaltung wird dieses Projekt in den nächsten Jahren fortsetzen.
Zur Website von „Mit dem Rad zur Arbeit” einfach den folgenden Link anklicken
www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de
- Landradtour (seit 1991, Deutschland)
Die Förderung des umweltfreundlichen Fahrradtourismus und die Verbesserung der Fahrradwege im Landkreis Kassel sind das zentrale Thema der seit 1991 stattfindenden jährlichen Landradtour unter Teilnahme des Landrats und vieler radbegeisterter Bürger. An einem Sommerwochenende führt die Landradtour dann unter Teilnahme des ADFC über ausgewiesene Radwege in jeweils andere Regionen des Kreises. Abends macht die Tour Station und tauscht sich mit Verkehrsexperten über Verbesserungen des Radverkehrsnetzes dieser Region aus.
Zur Website des ADFC Kassel einfach den folgenden Link anklicken
www.adfc-kassel.de
Papierwende
seit 1999, Deutschland
Der Markt für Schulhefte wird zum großen Teil von Zellstoffpapier aus Frischholz beherrscht. Umweltfreundliche Varianten aus Recyclingpapier nehmen nur 5 bis 10 % ein. Die Folgen sind besorgniserregend: der Papierverbrauch ist seit 1950 um das Sechsfache gestiegen und jeder fünfte Baum endet in der Papierproduktion. Ganze Ökosysteme werden für die Frischfaserherstellung vernichtet und die Existenzgrundlage vieler Menschen geht verloren.
Die bundesweite Initiative 2000plus steuert mit dem Projekt Papierwende dieser Entwicklung entgegen, informiert Schulen und Einkaufsmärkte über die globalen Auswirkungen des Papierverbrauchs und zeigt umweltfreundliche Alternativen mit Recyclingpapier auf. Auch die Verwaltung und Schulen des Landkreises Kassel beteiligen sich an der Aktion. Eine Klasse der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal nahm im Jahr 2006 als 100. hessischer Teilnehmer eine entsprechende Urkunde vom Hessischen Umweltminister in Empfang. Eine Umweltpädagogin besucht auf Wunsch Klassen des Landkreises Kassel, erklärt mit Dias die Zerstörung kanadischer Urwälder für die Papierherstellung, stellt mit Kindern umweltfreundliches Papier her und erklärt die teilweise verwirrenden Papier-Hinweise auf Schulheften.
Zur Website von „Treffpunkt Recyclingpapier” einfach den folgenden Link anklicken
www.treffpunkt-recyclingpapier.de
Sauberhaftes Hessen
seit 2003, Hessen
Die „Vermüllung” von Straßen und Landschaften ist einer der häufigsten Bürgerbeschwerden. Die hessischen Kommunen geben jährlich über 100 Millionen Euro für die Reinigung öffentlicher Plätze aus. Die Kampagne „Sauberhaftes Hessen” möchte das Bewusstsein für eine saubere Landschaft schärfen und junge und erwachsene Menschen zum Mitmachen gewinnen.
Viele Schulen und Kommunen des Landkreises Kassel beteiligen sich seit 2003 an der Abfallaktion des Hessischen Umweltministeriums. Sie werden dabei von der Abfallentsorgung Kreis Kassel unterstützt.
Zur Website von „Sauberhaftes Hessen” einfach den folgenden Link anklicken
www.sauberhaftes-hessen.de
Korkensammlung
seit 1996, Landkreis Kassel
Dieses Projekt befasst sich mit einer kleinen, aber wertvollen Sache – dem Recycling von Korken. Korkrecycling vermindert den drohenden Raubbau an der Korkeiche im Mittelmeerraum, fördert somit den Naturschutz und verringert das Abfallaufkommen. Die Abfallentsorgung Kreis Kassel sammelt seit 1996 Korken an über 100 Stationen im ganzen Kreisgebiet. Über 10 m³ dieses wertvollen Materials kommen dabei jährlich zusammen und werden dem Behindertenzentrum in Kehl-Kork zur Verfügung gestellt. Dort werden an ca. 12 Arbeitsplätzen diese Korken gesichtet, geschrotet und als Dämmmaterial wieder in den Wirtschaftskreislauf eingebracht.
Kunst aus Abfall
seit 1999, Landkreis Kassel
Abfall – zum Wegwerfen oft zu schade, zur Kreativität oft geeignet. Um den Wert mancher Abfälle zu erkennen und zur Förderung der Phantasie führt die Abfallentsorgung Kreis Kassel auch kreative Abfall-Projekte mit Jugendlichen durch. Nach einer Führung über das Entsorgungszentrum Kirschenplantage in Hofgeismar, nehmen die jungen Künstler angelieferten Schrott mit, den sie zu Kunstwerken verarbeiten. Unter Anleitung eines erfahrenen Metall-Bildhauers entstehen in der Metallwerkstatt des Wasserschlosses Wülmersen interessante Kunstwerke. Einige dieser Werke stehen in Schulen, im Kreishaus Kassel und im Büro des Hessischen Umweltministers.
Weitere Informationen (PDF-Datei)


