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"Qualitätsoffensive Bioabfall" zeigt Wirkung

Nachricht vom: 20.09.2019 - 08:27 Uhr


Neue Fahrzeugbeschriftung zum Hessischen Nachhaltigkeitstag

Die im Frühjahr gestartete Kampagne "Qualitätsoffensive Bioabfall" zeigt positive Wirkung. Bei den seitdem durchgeführten 15.000 Sichtkontrollen fielen 310 Biotonnen mit derart hohen Störstoffgehalten auf, dass sie nicht geleert werden konnten. Nachdem die Grundstückseigentümer auf die "Fehlbefüllung" schriftlich hingewiesen worden waren, konnten von diesen Biotonnen nach einer zweiten Kontrolle schon 270 Biotonnen wieder geleert werden und bei der dritten Kontrolle von diesen wiederum sogar 266. "Diese positive Entwicklung zeigt, dass das Ziel der Qualitätsoffensive, unter den 70.000 Biotonnen im Kreisgebiet die falsch befüllten Biotonnen ausfindig zu machen und deren Nutzer zu einem besseren Trennverhalten anzuleiten, erreichbar ist", freut sich Betriebsleiter Uwe Pietsch über die positive Entwicklung. "Wiederkehrende Kontrollen der Biotonnen auf Störstoffe sind bei uns zum festen Bestandteil im täglichen Abfuhrbetrieb geworden." Zusätzlich wurden im Rahmen der Sichtkontrollen 700 Biotonnennutzer mit einer Gelben Karte an der Biotonne über die richtige Sortierung informiert. Dies geschah, wenn die Bioabfälle im Haushalt zwar gut sortiert worden waren, aber dann aus einem Hygienebedürfnis oder Bequemlichkeit heraus in Plastiktüten oder mit Plastikverpackungen in die Biotonnen gegeben wurden.

Hintergrund - was gehört nicht in die Biotonne:

• Plastik, Glas
• Textilien, Bauholz
• Tierstreu, -kot, Windeln
• Restabfall

Was gehört in die Biotonne:

• Obst- und Gemüseabfälle
• Fleisch- und Fischabfälle, Käse- und Wurstreste
• Altes Brot, Kuchen, Gebäck
• Verdorbene Lebensmittel (ohne Verpackung)
• Essensreste, gekocht, gebraten und roh (nicht aus Gaststätten)
• Zeitungspapier mit eingewickelten Essensresten
• Zimmer- und Balkonpflanzen (ohne Topf)
• Gartenabfälle wie Rasen-, Stauden- und Heckenschnitt, Moos

Neben den Sichtkontrollen wurden seit Juli auch automatische Störstofferkennungen durchgeführt. Hierbei werden Störstoffe durch ein elektronisches Detektionssystem am Sammelfahrzeug in geschlossenen Tonnen erkannt. Biotonnen, die die elektronische Störstofferkennung beanstandet, werden registriert und ein Warnsignal weist auf die falsche Befüllung hin. Bei den ersten 29 Sammelfahrten mit Detektionssystem wurden 440 von 19.457 Leerungen vom elektronischen Detektionssystem beanstandet, die Biotonnen aber dennoch geleert. Damit sich die falsche Befüllung aber zukünftig nicht wiederholt, wurden auch diese Biotonnennutzer mit einer Gelben Karte an der Biotonne über die richtige Sortierung informiert. Enthält eine Biotonne überwiegend Störstoffe, wird die Biotonne nicht geleert und eine Rote Karte angebracht. Die Rote Karte weist darauf hin, dass eine Nachsortierung oder eine kostenpflichtige Leerung der störstoffbelasteten Biotonne bei der Restabfalltour nötig ist. So erhalten die Nutzer bei Fehlbefüllungen unmittelbar eine Rückmeldung. Informationen auf den Gelben und Roten Karten und das Angebot von preiswerten, kompostierbaren Biobeuteln runden diese direkte Öffentlichkeitsarbeit ab. Häufige Störstoffe sind normale, nicht kompostierbare Plastiktüten, in denen sich Bioabfälle befinden. Als Alternative zur normalen Plastiktüte bieten wir kompostierbare Biobeutel über die Städte und Gemeinden und unsere Standorte zu einem sehr günstigen Preis an. Diese Biobeutel werden in unseren Anlagen vollständig abgebaut. Auch Papiertüten oder Zeitungspapier können zur Sammlung der Bioabfälle genutzt werden. Uwe Pietsch: "Heute, am 19. September ist der Hessische Nachhaltigkeitstag. Das Motto lautet: Klimaschutz made in Hessen. Gemeinsam Nachhaltigkeit fördern. Bei der Bioabfallsammlung finden Bürger leicht Ansatzpunkte für eigenes Engagement, denn die getrennte Sammlung der Bioabfälle dient in mehrfacher Hinsicht dem Klimaschutz: Der aus den Bioabfällen gewonnene Kompost ersetzt aus Erdöl hergestellten Kunstdünger und Torf und das aus den Bioabfällen gewonnene Biogas ersetzt fossile Energieträger und verringert somit den CO2-Austausch. Darum auch unser Appell mit der neuen Fahrzeugbeschriftung "Bioabfall sauber sortiert! Machen Sie mit!"

Weitere Informationen zur Biotonne

Für Fragen steht die Abfallentsorgung Kreis Kassel unter Tel.: 0561/ 1003 - 1133 zur Verfügung.

 

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